Alpha 1 Antitrypsin
Das Akute Phase Protein Alpha 1 Antitrypsin wird in der Leber produziert, wenn Botenstoffe innerhalb dieses Organs eine Schädigung des Gewebes anzeigen. In einem gesunden Organismus tritt dieses Protein nicht auf. Bei Gewebeschädigungen, die durch infektiöse Erkrankungen oder Operationen auftreten können, gelangen die durch Immunreaktionen freigesetzten Botenstoffe in die Leber, welche dann mit einer Synthese des Alpha 1 Antitrypsin beginnt. Das akute Phase Protein lokalisiert quasi den Entzündungsherd und kehrt damit Vorkehrungen um eine Erweiterung zu vermeiden. Im Rahmen von einer Therapie ist das Alpha 1 Antitrypsin ein Anzeichen für einen Entzündungsherd einerseits, und hilft dem Immunsystem andererseits bei seiner Bekämpfung, indem es die Protein und Peptin spaltende Enzyme hemmt und auf diese Weise den Fortgang der Gewebsschädigung einzudämmen versucht. Der Körper muss also ausreichend Alpha 1 Antitrypsin produzieren, damit das Lungengewebe des Betroffenen nicht durch die Elastase nachhaltig angegriffen und verletzt wird.
Das Alpha 1 Antitrypsin darf nicht in seiner Wirkung gehemmt werden und muss ausreichend im Körper vorhanden sein. Im Falle eines noch nicht zu weit fortgeschrittenen Krankheitsverlaufs gibt es die Möglichkeit dem Patienten das Alpha 1 Antitrypsin intravenös zu verabreichen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Mangel an Alpha 1 Antitrypsin über eine Inhalation auszugleichen. Bei fortgeschrittenen Krankheitsverläufen geht es zunächst darum andere, das Gewebe belastende Einflüsse zu entfernen, anstatt Alpha 1 Antitrypsin einzusetzen. Hier geht es in erster Linie um die Lebensqualität verbessernde MaÃnahmen. Ein Mangel an Alpha 1 Antitrypsin liegt bei einem Lungenemphysem vor und muss dringend behandeln werden um eine Lungentransplantation zu vermeiden.
schliessen >>

